Öko-Logisch?!

Guten AppetitEssen soll gesund sein und Spaß machen? Ganz Ihrer Meinung! Mit Liebe kochen, Abwechslung genießen und nichts vermissen, obwohl kein Tier auf dem Teller liegt? Find ich toll! Ich hoffe bald auf die Zeit, wo man vegetarischen Ernährung nicht mehr ständig in Frage stellt!

Ausgewogene, vegetarische Ernährung heißt einfach, tierisches Protein durch Eier, Milch und Milchprodukte zu bekommen. Pflanzliches Eiweiß liefern Pilze, Nüsse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Getreide.

Das eiweißreichste Getreide in unseren Regionen ist Dinkel. Regionale Produkte, die unser Klima beanspruchen, können den alten Lehren nach am besten von uns genutzt werden. Rein wirtschaftlich sehe ich Asien auch nicht so beneidenswert dastehen, dass wir Soja und andere Ernte billigst maßlos ankaufen sollten. Mais als Futtermittel ist sehr geschätzt beim Erzeuger. Den Anbau von Genmanipuliertem könnte man eventuell mit einseitiger, modeorientierter Nachfrage erklären?! Spielen Sie doch mal die Konsequenzen davon durch, daß wir 70 % aller weltweiten Ernteerträge als Tierfutter verwenden.

Um ein Kilo Rindfleisch heranzufüttern, brauchen wir 8 kg Getreide. Nehmen wir einmal 200g Dinkel ( mein Lieblingsgetreide ) mit lecker Gewürzen und kochen das Ganze, so steht im Topf vor uns 850 g eiweißreicher Dinkelmasse. Das entspricht 40 g Rindfleisch. Verarbeiten wir Masse nun mit den Zutaten, die zum Beispiel Hackbraten oder Frikadellen genutzt werden, so haben wir 1100 g Bratlingsteig. Macht 5 herzhafte Bratlinge mit 220 g.
Im hoffentlich vorstellbaren Zahlenspiel heißt das, dass wir für die Produktion von 1kg Rind oder 1,6 kg Schwein oder 2,6 kg Geflügel! 8 kg Getreide verbrauchen.

Ein 200 g Steak wird als satte Mahlzeit betrachtet. Ein 200 g Bratling auch. Beides ist proteinhaltig.
Noch jemand hungrig?

Das Rohgewicht von 1 kg Rind bringt 5-6 Portionen auf den Tisch.
Das Futter für ein Kilo Rind sind 8 kg und stellt zum Schluß eine Mahlzeit für 120 Personen dar.

Wir reden noch immer davon, den Tierfutteranteil von 70% auf 50 % zu reduzieren. Also ohne Ethik und Moral und Gewissen. Rein „Öko-logisch“: Sparen wir uns doch Tierfutteranbau, das bringt doch freie Anbauflächen und viel leckere Nahrungsmittel, die wir nicht erst unübersichtlich importieren müssen. Sparen wir uns doch Steuergelder, die Butterberge, verschlingen weil wir „Sozialbutter“ subventionieren.

Sparen ja, aber nicht bei LebensmittelDa hängt schon wieder Verwaltung, die man nicht unbedingt braucht.
Sparen wir uns doch die Transporte. Wenn wir so viel Anbaufläche haben, müssen wir doch gar nicht alles in Kauf nehmen für höchstmögliche, aber chemisch behandelte Ernte. Könnte doch auch von Vorteil sein, wenn wir mehr Arbeitszeit als Medikamente zur Prävention in die Schlachttiere investieren.

……gäbe Vorteile ohne Ende aufzuzählen! Bitte : Selber denken erlaubt und macht Spaß.

Schauen wir mal auf unsere Esskultur, landen wir beim „Festtags-Braten“, den es zu Festtagen gab. Ja was haben denn noch unsere Großeltern im Alltag gegessen?
Seit den 60ern 1900 scheinen wir Wohlstand an Fleischkonsum und Rekordschnitzeln zu messen. Unsere Gewürzauswahl zeigt mit Basilikum und Rosmarin eine Leidenschaft für mediterane Küche und Curry beweist schon den weltoffenen Geist. Ich glaub, wir könnten unsere Bodenständigkeit wiedergewinnen!

Indien ist wohl der Kontinent, der sich am längsten fleischlos ernährte. Die Bevölkerung überlebte nicht unglücklich……..
Der Slogan stimmt, das Fleisch ein Stück Lebenskraft ist. Aber da stimmt doch was nicht, wenn ich ne Schweineschwarte auf den Rippen hab !?